Hitzeschutz ist Gesundheitsschutz – Hessen muss jetzt handeln!

Hitzschutz in Pflege und Gesundheit FREIE WÄHLER Hessen

Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Gesundheit, Pflege und Soziales der FREIE WÄHLER Hessen fordert einen konsequenten Ausbau des Hitzeschutzes in Pflegeheimen, Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen. Extreme Sommerhitze und immer längere Hitzewellen belasten pflegebedürftige Menschen, Patienten sowie das medizinische und pflegerische Personal zunehmend.

Die Vorsitzende der LAG Gesundheit, Pflege und Soziales, Christin Jost, erklärt dazu:

„Es geht nicht darum, Angst oder Panik zu verbreiten. Fakt ist: Länger anhaltende hohe Temperaturen stellen eine erhebliche Belastung für die Menschen dar – insbesondere für ältere, kranke und pflegebedürftige Menschen aber auch für Arbeitnehmer. Deutschland hat viel zu lange versäumt, sich auf diese Entwicklung einzustellen. Statt vorausschauend zu handeln, verschieben wir die Problematik seit Jahren von Sommer zu Sommer. Jetzt ist es an der Zeit, unsere Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen konsequent auf die Folgen zunehmender Hitze vorzubereiten.“

Gerade ältere Menschen, chronisch Kranke und Menschen mit Behinderungen gehören zu den besonders gefährdeten Gruppen. Hitzestress kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben – von Dehydrierung und Kreislaufversagen bis hin zu Hitzschlag und einer erhöhten Sterblichkeit.

Unsere Forderungen:

  • Verbindliche Hitzeschutzpläne für alle Pflegeheime, Krankenhäuser und Einrichtungen des Gesundheitswesens.
  • Konsequente Umsetzung baulicher und technischer Maßnahmen – von Verschattung und Sonnenschutz über Dachbegrünung bis hin zu klimatisierten Bewohner-, Patienten-, Aufenthalts- und Behandlungsbereichen, wo dies zum Schutz der Menschen erforderlich ist.
  • Berücksichtigung des Hitzeschutzes bereits bei Neubauten und umfassenden Sanierungen von Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen.
  • Verpflichtende Trinkwasserkonzzepte sowie regelmäßige Schulungen des Personals zum Umgang mit hitzebedingten Gesundheitsgefahren und Notfällen.
  • Kombination von Photovoltaikanlagen (mit Batteriespeichern), damit der benötigte Strom möglichst klimafreundlich und wirtschaftlich direkt vor Ort erzeugt werden kann.
  • Einrichtung eines landesweiten Investitionsfonds sowie gezielter Förderprogramme des Landes Hessen, um Kommunen, Krankenhausträger und Pflegeeinrichtungen bei den notwendigen Investitionen wirksam zu unterstützen.
  • Bürokratieabbau bei Genehmigungen für Photovoltaik-, Verschattungs- und Hitzeschutzmaßnahmen auf öffentlichen Gebäuden.

Warum Photovoltaik und Hitzeschutz zusammengehören

An sonnigen Sommertagen erzeugen Photovoltaikanlagen besonders hohe Strommengen – genau dann, wenn der Kühlbedarf am größten ist. Diese Kombination senkt langfristig die Betriebskosten, entlastet das Stromnetz und macht Pflegeeinrichtungen unabhängiger von steigenden Energiepreisen.

Das bedeutet:

  • geringere Energiekosten,
  • mehr Versorgungssicherheit,
  • wirksamen Klimaschutz,
  • besseren Schutz für Patienten, Bewohner und Pflegekräfte.

Gesundheit darf keine Frage der Außentemperatur sein.

Wer Verantwortung für unsere älteren, kranken und pflegebedürftigen Mitmenschen trägt, muss dafür sorgen, dass Pflege- und Gesundheitseinrichtungen auch bei Temperaturen von über 35 Grad Außentemperatur sichere Orte bleiben. Hitzeschutz ist dabei nicht nur Gesundheitsschutz, sondern auch Arbeitsschutz für die Menschen, die täglich Verantwortung übernehmen.

Investitionen in Hitzeschutz sind keine Luxusausgaben – sie sind Investitionen in Menschenwürde, Gesundheit und eine zukunftsfähige Infrastruktur. Sie senken langfristig Kosten, stärken die Versorgungssicherheit und machen unsere Gesundheitseinrichtungen widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels.

Die LAG Gesundheit, Pflege und Soziales der FREIE WÄHLER Hessen steht für pragmatische Lösungen statt Symbolpolitik: wirksamer Hitzeschutz, moderne Energieversorgung und gezielte Investitionen für den Schutz der Menschen, die unsere Hilfe am dringendsten brauchen.