Lehrermangel darf nicht dazu führen, dass bei der Ausbildung gespart wird!

Was wollen Eltern?

Einen Lehrer, der möglichst schnell vor der Klasse steht oder einen Lehrer, der dafür bestmöglich ausgebildet wurde?

Meine Antwort ist klar: Wir brauchen beides.

Heute berät der Hessische Landtag über die geplante Reform der Lehrerausbildung. Das Referendariat soll von 21 auf 18 Monate verkürzt werden. Gleichzeitig soll der eigenverantwortliche Unterricht von bisher maximal 12 auf bis zu 16 Wochenstunden steigen.

Ich verstehe das Ziel:

Wir brauchen dringend mehr Lehrerinnen und Lehrer in unseren Schulen. Aber Lehrermangel darf nicht dazu führen, dass wir bei der Ausbildung sparen.

Ein guter Lehrer braucht nicht nur Fachwissen. Er muss lernen, wie man eine Klasse führt, wie man unterschiedliche Leistungsstände erkennt, wie man Kinder und Jugendliche motiviert und wie guter Unterricht funktioniert.

Deshalb gilt für uns FREIE WÄHLER Hessen:

– Mehr Lehrer in die Klassenzimmer, ja.
– Weniger Bürokratie in der Ausbildung, unbedingt.
– Praxisorientierung stärken, selbstverständlich.
– Qualität der Lehrerausbildung abbauen, nein.

Denn am Ende geht es nicht darum, wie schnell jemand vor einer Klasse steht.

Es geht darum, was unsere Kinder dort lernen.

Bildung ist keine Stelle, an der wir kurzfristig Personalengpässe verwalten dürfen. Bildung ist die wichtigste Investition in Hessens Zukunft.

Was denkt ihr:
Soll das Referendariat verkürzt werden, wenn dadurch mehr junge Lehrer schneller in die Schulen kommen oder muss die Qualität der Ausbildung Vorrang haben?


Ich bin gespannt auf eure Meinung.

Engin Eroglu
Landesvorsitzender FREIE WÄHLER Hessen